Friede mit den Nachbarn

Viele Menschen haben Hemmungen, in ihrer Wohnung zu üben, weil sie Angst haben, ihre Nachbarn zu belästigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die meisten Nachbarn toleranter sind als man denkt.

Damit es von Anfang an klappt, hier ein paar Tipps:

  • Nehmt euch die Zeit und macht einmal die Runde. Stellt euch bei euren Nachbarn vor und sagt ihnen, dass ihr in Zukunft regelmäßig Saxophon üben werdet. Damit warnt ihr sie nicht nur vor, sondern ihr zeigt auch, dass ihr Rücksicht nehmen wollt.
  • Wenn möglich sagt ihnen die ungefähren Zeiten, also wann und wie lange. Dann können sie sich drauf einstellen. Denn das schlimmste ist die Ungewissheit. Ihr kennt das vielleicht selbst. Plötzlich dröhnt der Presslufthammer ohne Vorwarnung von der Baustelle vor dem Fenster, und man hat keine Ahnung, wie lange das nun geht. Das kann einem schon mal die Laune verhageln. Wenn man aber weiß, in 15 Minuten hat der Spuk wieder ein Ende, ist alles halb so schlimm. Ja, natürlich kann man einen Presslufthammer nicht mit einem Saxophon vergleichen… aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.
  • Nehmt nachvollziehbare Einwände ernst, und versucht gemeinsam mit den Nachbarn Zeiten zu finden. Solche Einwände können z.B. sein: Babys, die zu einer bestimmten Zeit schlafen. Der Schichtarbeiter, der nach der Nachtschicht tagsüber schlafen muss.
  • Wählt den Raum, in dem ihr übt entsprechend. Grenzt er direkt an die Nachbarwohnung oder gibt es noch ein Zimmer als Puffer? Wie ist er Schallisoliert?
  • Haltet die gesetzlichen Ruhezeiten ein.

In diesem Sinne, entspanntes Üben!